Kennen Sie den nächsten Laden in Ihrer Nähe, der Trockenfisch und Kochbananen führt? Waren Sie schon mal in einem afrikanischen Gottesdienst? Wussten Sie, dass man vor mehr als 300 Jahren von Berlin aus Sklavenhandel betrieb? Und können Sie sich vorstellen, dass der Zoodirektor Hagenbeck exotische Völkerschauen und Tierparkgehege in den Weddinger Rehbergen plante, weswegen der ganze Stadtteil »Afrikanisches Viertel« genannt wurde?
Zu all diesen Fragen hat bereits unser Heft von 2007 »Afrika im Wedding« Antworten gesucht. Es entstand damals aus einer Kooperation des Weddinger Kulturvereins Mastul e.V. mit der Zeitschrift für die afrikanische Community Lo’Nam, die ihren Sitz ebenfalls im Wedding hat.
Mittlerweile ist die zweite Nummer in Arbeit. Sie soll nicht mehr »Afrika im Wedding« heißen – obwohl der Wedding als Zentrum der afrikanischen Community in Berlin natürlich immer noch unser Ausgangspunkt und Mutterboden ist. Stattdessen wollen wir den Blick auch auf andere Stadtteile und sogar auf andere Länder richten. Der neue Titel ist »Afrikanisches Viertel«.
In vielen großen Metropolen der Welt gibt es ein »Afrikanisches Viertel«. Diese Quartiere sind in der Folge von Sklaverei, Kolonialismus und Apartheid entstanden und haben sich inzwischen oft zu besonders lebendigen, farbenfrohen und kulturvollen Kiezen entwickelt. Eine solche Entwicklung wünschen wir auch dem Wedding.
Das neue Magazin »Afrikanisches Viertel« ist Teil einer deutsch-afrikanischen Veranstaltungsreihe, die für Herbst 2008 geplant ist.
Seien Sie also gespannt.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Redaktion »Afrikanisches Viertel«. |